„Mitarbeiter eurer Freude“

Forum Berufungspastoral 2018 in Schwerte

Wie und was soll der Priester heute sein und welche Aufgaben hat er noch in unseren Gemeinden? Solche Fragen werden in Zeiten zurückgehender Priesterzahlen und immer größerer Gemeinden oder Pastoraler Räume zunehmend gestellt. Gerade im Blick auf die mit dem Zukunftsbild im Erzbistum Paderborn angestoßenen und anstehenden Veränderungen sind diese Themen auch in unserer Hausgemeinschaft von großer Bedeutung und werden immer wieder im Hausprogramm aufgegriffen. Beim diesjährigen Forum Berufungspastoral, das am 3. November in der Katholischen Akademie in Schwerte stattfand, ging es um genau diese Fragestellungen. Neben Erzbischof Hans-Josef Becker, zahlreichen Priestern und anderen hauptamtlichen Mitarbeitern war daher auch die Hausgemeinschaft unseres Priesterseminars an diesem Tag in Schwerte dabei.

Unter dem Titel „Männer des Glaubens, Diener der Freude – Priestersein und Priesterwerden im Kontext pastoraler Veränderungsprozesse und moderner Lebenswelten“ konnten wir uns von Impulsen und Vorträgen inspirieren lassen und im persönlichen Austausch nach möglichen Wegen für die Zukunft suchen. Besonders eindrücklich waren hierbei die Worte von Dietmar Röttger (Propst in Soest) bei der Podiumsdiskussion, der es als die genuine Aufgabe des Priesters bezeichnete, dass er „das Heilige ein Stück darstellt und reinbringt“. Dr. Andreas Rohde, der bis zu diesem Jahr in der Berufungspastoral tätig war, erklärte, dass wir den Priester mit dem Neuen Testament als „Diener der Freude“ bezeichnen können, der griechische Urtext zeige uns jedoch, dass der Priester eigentlich noch präziser „Mitarbeiter eurer Freude“ sein muss.

Auch Professorin Dr. Christiane Koch (Katholische Hochschule Paderborn) ging in ihrem anregenden Vortrag von der Heiligen Schrift aus: Ausgehend von Ex 24-40, wo es um den Bau des Heiligtums Gottes in Israel und damit immer wieder um die Rolle der Priester geht, beleuchtete sie Inspirationen, die sich aus diesem alttestamentlichen Text für das Priestersein heute gewinnen lassen, nämlich „Beteiligung des Volkes“, „Spezielle Rolle und Funktion des Priesters“, „Das leere Heiligtum“ und „Wirksamkeit“. Im Folgenden bestand für alle Teilnehmer die Möglichkeit, an verschiedenen Stationen zu diesen Inspirationen ins Gespräch zu kommen und eigene Ideen auf Plakaten festzuhalten.

Am Nachmittag stand eine Podiumsdiskussion auf dem Programm, an der aus unserem Priesterseminar Martin Schwentker (3. Semester) sowie Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer als Verantwortlicher der Priesterausbildung teilnahmen. Nach einem kurzen Interview mit Erzbischof Hans-Josef Becker folgte dann zum Abschluss des Tages die Verabschiedung von Pastor Dr. Andreas Rohde als Leiter der Diözesanstelle Berufungspastoral und die Übergabe dieser Aufgabe an Vikar Stefan Kendzorra.

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