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Oberkursfahrt nach Armenien

Zu Gast in einem alten christlichen Land am Scheitelpunkt zwischen Ost und West

 

„Wenn man mich fragt, wo auf der Welt man viele Wunder zu sehen bekommt, dann würde ich sagen: Armenien.“

Mit seiner Aussage fasst der amerikanische Künstler und Grafiker Rockwell Kent zusammen, was die Diakone unseres Oberkurses 10 Tage lang erleben durften. Zusammen mit Regens Dr. Menke-Peitzmeyer und Domvikar Dr. Hohmann hat es die Reisegruppe leider nur annähernd geschafft, all diese Wunder zu sehen. Armenien ist „nur“ in etwa so groß wie das Bundesland Baden-Württemberg. Der Reichtum an Kulturgütern und atemberaubenden Landschaften ist dennoch enorm. Er erstreckt sich von der hügeligen Landschaft des Nordens an der georgischen Grenze über die Weiten der Ararat-Ebene und dem Sevansee im Zentrum bis in die ungezähmte Bergwelt des südlichen Hochlandes an der iranischen Grenze.

Ausgangspunkt der Erkundungsreisen war in der Regel die Hauptstadt Jerewan. Die Stadt mit ihren knapp über 1 Mio. Einwohnern liegt im Schatten des 5165m hohen Ararat, der leider nur bei sehr gutem Wetter den Blick auf seinen schneebedeckten Gipfel freigibt. Während die restlichen Dörfer und Städte des Landes noch den starken sozialistischen Charm vergangener Zeiten ausstrahlen, kann die Metropole gut und gerne mit westlichen Großstädten mithalten.

Als Hauptstadt beherbergt Jerewan auch eine Vielzahl von Museen und Gedenkstätten. So konnte sich die Gruppe am Mahnmal für den Völkermord am armenischen Volk ein umfassendes Bild von den Ausmaßen des Genozids zum Beginn des 20. Jahrhunderts machen und bekam auch einen Einblick in die unrühmliche Rolle der deutschen Regierung an dieser Tragödie. Im Handschriftenarchiv, dem „Matenadaran“, bekam man die Möglichkeit, tief in die armenische Geschichte einzutauchen, die fest mit der armenischen Schrift verbunden ist.

Ein Höhepunkt der Reise war eine Fahrt mit der längsten Pendelseilbahn der Welt. Auf einer Länge von knapp 5,75 km schwebt die Gondel über eine tiefe Schlucht hin zum Kloster Tatev. Das im Jahr 895 gegründete Kloster war lange Zeit das intellektuelle Zentrum Armeniens und ist heute noch eine wichtige Pilgerstätte.

Als weiterer Höhepunkt der Reise darf sicherlich auch die armenische Küche gelten. So standen täglich andere landestypische Speisen in entsprechenden Lokalen auf dem Programm. Natürlich immer mit frisch gebackenem Lavasch, dem landestypischen Brot, das bei keinem Essen fehlen durfte, ebenso wenig wie die reichhaltigen Salat- und Käseplatten und ein Schurtsch (armenisch für Kaffee) zum Abschluss.

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