Assisi 2021

Spiritueller Start in Assisi

Von Wanderungen, über Besuche besonderer Orte im Leben des Hl. Franziskus, bis hin zum regelmäßigen Gebet und lockeren Beisammensein erwartete unsere Assisifahrer wieder mal ein abwechslungsreiches Programm.

Untergebracht direkt gegenüber der Basilika San Francesco, gab es viele Möglichkeiten, Impulse für das eigene Leben mitzunehmen.

Vom 16. bis 26. September machten sich auch dieses Jahr wieder junge Seminaristen auf den Weg nach Assisi. Grund dafür war der Beginn der neuen Propädeutiker Jonas Sievers und Lukas Klimke, die von Subregens Matthias Klauke und Spiritual Christian Städter sowie den Studenten des zweiten und dritten Semesters begleitet wurden. Damit folgten sie der Paderborner Tradition, zum Auftakt der kommenden Zeit im Priesterseminar auf den Spuren des Hl. Franziskus ihre ersten Erfahrungen zu sammeln.

 

Die Reisegesellschaft brach am Donnerstagmorgen Richtung Süden auf. Nach einem Zwischenstopp im Brixner Priesterseminar erreichte man am Freitagnachmittag Assisi. Untergebracht waren die Seminaristen dort bei den Franziskanischen Missionarinnen vom Kinde Jesu im Monastero Santa Andrea. Deren Konvent liegt unmittelbar gegenüber der Basilika San Francesco.

Der erste Tag in Assisi war vor allem dem Erkunden der Stadt gewidmet. Um einen Überblick über die baulichen und geschichtlichen Besonderheiten zu bekommen, wurde die Gruppe von Schwester Rita OSF durch die Stadt geführt. Dabei folgten sie den in Assisi immer noch gut nachvollziehbaren Wegstationen des Lebens des Hl. Franziskus. So wurden unter anderem seine Taufkirche San Rufino und sein Elternhaus sowie das Elternhaus der Hl. Klara besichtigt. Schwester Rita verband die einzelnen Stationen stets mit eigenen Impulsen, sowohl auf den Heiligen selbst als auch auf die Studenten bezogen.

Einen der bedeutendsten Orte in der Biographie des Hl. Franziskus stellt San Damiano dar, wo Jesus vom Kreuz zu Franziskus gesprochen hat. Dieser baute daraufhin den dortigen baufälligen Kirchenbau wieder auf, welcher am folgenden Sonntag besucht wurde. Auch wenn das Kreuz in San Damiano selbst nur eine Kopie ist, lud insbesondere die kleine Kirche zur inneren Einkehr ein. Die sich anschließende Besichtigung des ehemaligen Klarissenklosters ermöglichte zudem einen tieferen Blick in die Lebenswelt der frühen Franziskusanhängerinnen. In San Damiano verfasste Franziskus auch seinen berühmten Sonnengesang.

Der Montag begann mit der Feier der Hl. Messe am Grab des Hl. Franziskus in der Unterkirche der Basilika San Francesco. Dieser erst seit etwa 1818 wieder der Öffentlichkeit zugängliche Ort bot eine einmalige Atmosphäre für die Messfeier, der sich auch weitere deutsche Besucher anschlossen. Es folgte eine Führung durch San Francesco. Geleitet wurde diese von Bruder Thomas OFM, der einen besonderen Fokus auf die Fresken legte. Diese zieren sowohl die Ober- als auch die Unterkirche und stellen die verschiedenen Wegpunkte im Leben des Hl. Franziskus dar.

Am Dienstag wurde es sportlich. Zunächst stand eine Wanderung von der Unterkunft zu den Carceri auf dem Programm. Dorthin hatte sich Franziskus zu Lebzeiten oft zurückgezogen, um in Stille zu beten. In einer kleinen Kapelle unter dem jetzigen Kloster wurde heute auch die Hl. Messe gefeiert. Der dem Kloster angeschlossene Garten lud danach zu einem kurzen Impuls und stiller Reflexion ein. Anschließend wurde die Wanderung fortgesetzt und am Nachmittag erreichte man das Gipfelkreuz des Monte Subasio.

Für den folgenden Mittwoch stand der Besuch des Klosters von La Verna auf dem Programm. An diesem Ort empfing der Hl. Franziskus die Wundmale Jesu. Daher gilt dieser Ort den Franziskanern als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte. Nahe der Stelle, an welcher Franziskus die Stigmata empfangen hatte, wurde wieder gemeinsam die Hl. Messe gefeiert.

Der Donnerstag war erneut ein Wandertag. Von der Unterkunft aus ging es in die Unterstadt, um Santa Maria degli Angeli zu besuchen. Diese beherbergt die Portiunkula; eine kleine Kirche, an welcher sich Franziskus die ersten Brüder angeschlossen haben. Anschließend ging es zu Fuß weiter nach Rivotorto, wo in einer Kirche die Hütten von Franziskus und seinen ersten Brüdern als Nachbau besichtigt werden können. Auf dem Weg wurde an der Kirche Santa Maria Magdalena Halt gemacht. Hier hatte Franziskus in der Begegnung mit einem Aussätzigen sein Berufungserlebnis.

Am letzten Tag stand nach kurzen Arbeitseinheiten am Vormittag die verbliebene Zeit zur freien Verfügung. Mit einem gemeinsamen Abendessen klang die gemeinsame Woche dann aus.

 

Während der gesamten zehn Tage bot das ausgewählte Programm eine stimmige Balance zwischen geistlichem Impuls, Kultur, persönlichem Austausch, sportlicher Aktivität und Zeit zur freien Verfügung. Das gemeinsame Gebet sowie die Feier der Hl. Messe umrahmten dabei ebenso den Tag wie die gemeinsamen Mahlzeiten und das gesellige Beisammensein am Abend.

Für die Propädeutiker war die Fahrt nach Assisi auch Gelegenheit, den Mitreisenden erstmals ihre Berufungsgeschichte zu erzählen. Gleichzeitig konnten die älteren davon berichten, wie sich ihre Berufungsgeschichten im Laufe der Zeit entwickelt hatten. Es sei erfahrbar geworden, dass „Gott wirklich ruft“, wie es einer der Seminaristen im Nachhinein passend zusammenfasst.

Alle Eindrücke und geistlichen Impulse, die die Propädeutiker auf ihrer Assisi-Reise gemacht hatten, wurden, zurück in Paderborn, im Seminar reflektiert. „Ein guter Start”, wie die beiden neuen Seminaristen meinen, ins Propädeutikum, aber auch ins nächste Semester. Zurückschauen wird man auf diesen Start wohl noch länger, dankbar für die gute gemeinsame Zeit und die damit verbundene Organisation der Hausleitung.

Impressionen von der Assisifahrt

Assisi 2021

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