„Mit weitem Blick nach vorne!“

Beginn des Pastoralkurses 2018 – 2020
Thorsten Hasse und Michael Stiehler beginnen ihre Ausbildung im Pastoralkurs

Am 1. September brachen Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, sowie Thorsten Hasse und Michael Stiehler nach Künzell-Dietershausen auf. Ziel war das Gästehaus der Schönstätter Marienschwestern, in dem mit einem Kennenlernwochenende der gemeinsame Pastoralkurs der Kirchenprovinzen Paderborn und Berlin beginnen sollte. Insgesamt besteht die „Abschlussklasse“ aus acht Seminaristen: David Hilus, Maximilian Hofmann und Dominik Zyla (Redemptoris Mater –  Berlin), Timo Niegsch (Dresden-Meißen), Dr. Jürgen Wolff (Magdeburg), Kai Scheffler (Fulda), sowie Thorsten Hasse und Michael Stiehler (Paderborn). Die gemeinsamen Tage verbrachte die Gruppe mit Gesprächsrunden, Gebet und ausgedehnten Wanderungen in der Heimat von Regens Dirk Gärtner (Fulda), der dem neuen Pastoralkurs sowie seinen Kollegen Regens Matthias Goy (Berlin) und Regens Ansgar Pohlmann (Erfurt) die Rhön vorstellte. Auf dem Weg zur Ebersburg führte der Weg der Gruppe vorbei an einer kleinen Wallfahrtskapelle, dem „Heiligehüse“, das das Gnadenbild der Siebenschläfer beherbergt. Die Legende besagt, dass sich ein dichter Nebel über den Ort legte, der sieben Tage anhielt, als sich feindliche Truppen näherten, die den Ort sicherlich ausgeplündert hätten. Da die Bevölkerung jedoch zuvor ein Gelübde abgelegt hatte, eine Wallfahrt abzuhalten, sollte das Dorf verschont bleiben, wurde das Heiligenhäuschen errichtet.

Bei herrlichem Wetter genoss die Gruppe schließlich den sagenhaften Ausblick von der Ebersburg über die malerische Rhön.

Am folgenden Tag hat sich die Gruppe mit der deutsch-deutschen Geschichte an der Gedenkstätte „Point Alpha“ auseinandergesetzt. Der Point Alpha war der Grenzposten der Amerikaner, der an dem Grenzabschnitt lag, bei dem die DDR am weitesten in den Westen hineinragte. Wäre der Kalte Krieg eskaliert, so hätte dort, im sogenannten „Fulda-Gap“ das erste militärische Aufeinandertreffen der Großmächte stattgefunden.

Im Anschluss daran machte sich die Gruppe auf zum Gehilfersberg, auf dem eine Wallfahrtskapelle liegt, die das Patronat der vierzehn Nothelfer trägt.

Nach diesen sehr eindrucksvollen Tagen begann der Ausbildungsblock im Priesterseminar Erfurt: Bei einer ersten Stadtführung, bei der natürlich der imposante Dom sowie die historische Altstadt, bei abendlichem Licht eine majestätische Ruhe ausstrahlten, erfuhr der Pastoralkurs außerdem, dass Erfurt bekannt für ein reges Brauwesen war. Es war sogar Aufgabe des Priesters, bei der sonntäglichen Messe die Bevölkerung darüber zu informieren, wo es frisch gebrautes Bier gab. Dieses musste schnell verzehrt werden, da es noch nicht allzu haltbar war. Umso interessanter wird diese Information dadurch, dass gerade in diesem ersten Ausbildungsblock des Pastoralkurses besonders die Sprecherziehung, die Gemeindekatechese sowie die Kurzpredigt Ausbildungsthemen sind. Neben vielen anderen Einheiten gehören ebenfalls Religionspädagogik, Sakramentenpraxis, eine Missbrauchs-Präventionsschulung und eine Woche der Jugendpastoral ins Programm.

Abwechslungsreiche Tage liegen vor dem neuen Pastoralkurs, der bis in das Jahr 2020 den weiteren Weg der Priesterausbildung zusammen gehen wird.

Wir laden herzlich zu dem begleitenden Gebet für den Pastoralkurs ein.

Weitere Termine des Pastoralkurses:

Admissio (Aufnahme unter die Weihekandidaten): 9. Oktober 2018
Diakonenweihe: 11. Mai 2019
Priesterweihe: 30. Mai 2020

Leostr. 19
33098 Paderborn

Telefon: 05251 206 7221
priesterseminar@erzbistum-paderborn.de