Patrozinium Seminarkirche 2024

Patrozinium der Seminarkirche

Am Samstag, den 29. Juni 2024, wurde im Priesterseminar wieder unser Patronatsfest sowie der Jahrestag der Weihe der Seminarkirche gefeiert. Rund 80 Gäste waren dazu am Abend gekommen, wozu Mitglieder des Domkapitels, des Professoriums der Theologischen Fakultät, des Stiftungsrates des Priesterseminars sowie der Berufspastoral, des benachbarten Pauluskollegs, des „Collegium Irenäum“, Gaststudenten und Mitarbeitende des Priesterseminars gehörten. In diesem Jahr gab es sogar einen besonderen Besuch aus Benhausen, dessen Kirchenchor St. Alexius das Festhochamt in eindrucksvoller Weise musikalisch begleitete. Die Predigt in dem von Subregens Matthias Klauke zelebrierten Festhochamt, in dem Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer und Spiritual Christian Städter konzelebrierten, übernahm Regens Dr. Menke-Peitzmeyer, der vor einigen Jahren in Neuenbeken und Benhausen als Pfarrer gewirkt hatte. Darin hob er die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede in den Persönlichkeitsprofilen und Wirkungsfeldern der Apostel Petrus und Paulus hervor. Dabei fragte er zugespitzt: Was können wir von den beiden „Apostelfürsten“ heute für unser Christ- und Kirche-Sein lernen? In seinen drei Impulsen betonte er:

Pluralismus – auch in der Kirche und damit in unseren Gemeinden und Gemeinschaften und auch in einem Priesterseminar – ist nicht per se vom Teufel; vielmehr kann in einer lebendigen Vielfalt durchaus der Heilige Geist am Werke sein, der jedem und jeder seine und ihre Gaben gibt, wie er will. Und der bei aller Vielfalt gleichzeitig der Garant der Einheit ist. Einheit in Vielfalt – das ist katholisch!

○  Theologische Debatten und Auseinandersetzungen und selbst Streit müssen keineswegs zu Verurteilungen und Spaltungen führen; das Apostelkonzil zeigt, wie man auf christliche Art und Weise mit gutem Willen und Ehrlichkeit damit umgehen kann und Lösungen finden kann, die allen Beteiligten gerecht werden.

○ Offene Gespräche auf Augenhöhe, Hinhören aufeinander, Verständnis für die Anliegen des oder der Anderen, eine Akzeptanz unterschiedlicher Wege zum gleichen Ziel und am Ende ein freundschaftlicher Handschlag oder auch ein gemeinsam getrunkenes Glas Wein oder Bier ermöglichen geschwisterliche Gemeinschaft und Einheit in einer durch Vielfalt und Differenziertheit geprägten Kirche und Gemeinde. Das kann zwar anstrengend sein; aber daran geht kein Weg vorbei…

Am Ende seiner Predigt ging er auf die Steinfiguren der beiden Apostel am Eingang des damaligen Priesterseminars und der heutigen KatHo ein: „Sie stehen dort einander gewissermaßen gegenüber, aber nicht gegeneinander. Sie sind ausgerichtet auf die Besucher des Hauses, nehmen die Gäste gewissermaßen in Empfang, bilden Spalier und führen sie in das Innere eines kirchlichen Hauses, in dem junge Menschen auch heute das Evangelium Jesu Christi reflektieren, sich zu eigen machen und dann verkünden. Mögen ihnen und auch uns die Apostel Petrus und Paulus beistehen, um Menschen für die Werte des Evangeliums zu interessieren und zu gewinnen und ihnen dabei helfen, dass ihr Leben gelingt und in ein gutes Ziel mündet.“

Nach dem Gottesdienst wurde das Patrozinum mit einem sommerlichen Grillabend im Innenhof des Priesterseminars in entspannter Atmosphäre fortgesetzt. Ein kleines Public-Viewing des EM-Spiels Deutschland gegen Dänemark bildete schließlich den Abschluss.    

Impressionen des Patroziniums

Patrozinium Seminarkirche 2024

Leostr. 19
33098 Paderborn

Telefon: 05251 206 7221
priesterseminar@erzbistum-paderborn.de

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