Die Hausgemeinschaft des Priesterseminars mit Ihren Gästen

„Wenn ich auf Gott schaue, handelt er an mir – und nicht ich handle!“

Recollectio mit Pfarrer DDr. Markus Jacobs

Im Endspurt des Sommersemesters durften wir Markus Jacobs, Pfarrer in Detmold und Doktor der Theologie und Philosophie als Referent zur Recollectio begrüßen.

Markus Jacobs wurde 1961 in Köln geboren und wuchs dort und in Hagen auf. Er studierte zunächst in Bonn Psychologie und Pädagogik, anschließend in Paderborn Philosophie und Theologie. 1986 wurde er dort im Hohen Dom zum Priester geweiht. Anschließend war er als Vikar in Detmold tätig. Anschließend war er Präfekt des Klemens-Maria-Hofbauer-Hauses in Bad Driburg. 1992 promovierte er in Philosophie, 1995 in Theologie. Von 1995 bis 2018 war er als Seelsorger in der Hl. Geist-Gemeinde in Bielefeld tätig. Seit 2018 ist er abermals in Detmold als Pfarrer des Pastoralverbundes Lippe-Detmold tätig. Innerhalb seines Studiums der Sozialwissenschaften beschäftigte ihn insbesondere die Aspekte des Umbruchs der Kirche in Südamerika.

Regens Msgr. Dr. Menke-Peitzmeyer stellte ihn als Ansprechpartner der Katholischen Kirche im evangelischen Lippe vor. Während seiner Tätigkeit nahm er verschiedene Lehraufträge wahr. Immanenter Aspekt seines Wirkens sei das kontemplative Leben. Ebenfalls betonte der Regens seine Freude über das Gelingen, Pfarrer Jacobs als Gastreferent zu gewinnen; immerhin sei es schon lange Wunsch der Hausgemeinschaft einen aktiven Seelsorger aus der Pastoral zu einem Impulsvortrag zu hören.

Markus Jacobs stellte zu Beginn seines Vortrags die Frage nach einem geistlichen Leben als Priester. Begleitet von seinen vielen persönlichen Erfahrungen und Begegnungen versuchte er eine Antwort auf diese Frage zu bekommen. Zunächst stellte er klar, dass ein Priesterbild immer abhängig von der Zeit und dem Ort sei. Innerhalb seiner Reisen rund um die Welt (-kirche) bemerkte er immer verschiedene Formen des einen Priesterbildes. Ebenfalls stellte er klar, dass die allermeisten Menschen den gleichen Herausforderungen eines geistlichen Lebens unterworfen seien, wie ein Priester. Geistliches Leben bedeute eine Beziehung zu Gott zu führen.

Ich habe mich entwickeln dürfen! Das ist etwas, was ich jedem von Ihnen wünsche und gönne!

 

Markus Jacobs

Priester hätten riesige Gestaltungsmöglichkeiten in ihren eigenen Räumen. Priester seien Gestalter. Immer wieder müsse man sich die Frage vor Augen führen, was man denn eigentlich wollen würde. Für sich hat er seine Antwort gefunden: „Jesus nachfolgen!“ Die Erfahrung, die er auch innerhalb seiner wissenschaftlichen Tätigkeit gemacht hätte, war, dass wenn man verschiedene Personen und deren Beziehungen nebeneinanderstellen würde – Die Beziehung zur Kirche, zur Gemeinde, zu Christus – dann waren die Personen am belastbarsten, deren die Beziehung zu Christus an erster Stelle stand. Denn was habe Christus denn überhaupt gewollt? Gemeinden? Verwaltungen? Strukturen? Jesus habe das Reich Gottes gewollt, und dies sei die oberste Prämisse.

Ich möchte als Geistlicher leben! Die Leute hoffen, dass Priester Geistliche sind! Und sie müssen es sein!

 

Markus Jacobs

Recollectio II Sommersemester 2019

Leostr. 19
33098 Paderborn

Telefon: 05251 206 7221
priesterseminar@erzbistum-paderborn.de

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