„Vom Leoland zum Leocampus“
Verabschiedung von Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer
Nach zwölf Jahren Tätigkeit als Regens des Priesterseminars galt es für Msgr. Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, zum Ende des Sommersemesters Abschied von der Priesterausbildung zu nehmen: Im Rahmen einer festlichen Eucharistiefeier mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in der Konviktskirche, in der unser Regens als junger Seminarist im September 1984 seinen Weg zum Priesterberuf begann, sagten über 130 Gäste dem scheidenden Regens Adieu.
In seiner Predigt nahm Erzbischof Bentz Bezug auf die vom Regens ausgewählten Schrifttexte des Gleichnisses von der Perle und dem Schatz im Acker (Matthäus 13) und der Hirtenrede des Propheten Ezechiel (Ezechiel 34). Beides habe den Dienst von Dr. Menke-Peitzmeyer gekennzeichnet: die Suche nach Gott als dem kostbarsten Gut des Lebens (Mt) und die von ihm verkörperte Sorge des Hirten um die ihm Anvertrauten in ihrer Unterschiedlichkeit und Originalität (Ez). Dabei würdigte er besonders die Bemühungen des Regens, die Suche nach Gott im Rahmen des Unterscheidungsprozesses zum geistlichen Beruf hin in den Rahmen einer „Kultur des priesterlichen Profils“ einzubetten, die für das Gelingen des Berufsweges wesentlich sei. Darüber hinaus dankte er ihm für den langjährigen Einsatz für die Berufungswege der einzelnen Seminaristen und die auf dem Gelände des Priesterseminars in inhaltlicher, organisatorischer und baulicher Hinsicht vollzogenen Entwicklungsschritte in Richtung einer zeitgemäßen Priesterausbildung.
Nach der von Orgel- und Saxophonspiel (durch das Ehepaar Alfons und Ulrike Haselhorst aus Oerlinghuasen) gestalteten Festmesse überbrachten Regens Dr. Dirk Gärtner als Vorsitzender der Deutschen Regentenkonferenz, Professor Dr. Aaron Langenfeld als Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn und Frau Ulrike Lappe als Sprecherin der MAV im Priesterseminar sowie die Studenten Lukas Arenhövel und Jonas Sievers als Haussenior und Zeremoniar in bewegenden Grußworten ihren Dank und ihre Anerkennung für das Wirken des scheidenden Regens zum Ausdruck. Frau Lappe betonte gegenüber dem Regens: „Wir hier im Priesterseminar haben in all den schwierigen Zeiten des Um- und Neubaus sowie der Corona-Pandemie ein Gefühl der Sicherheit und Gemeinschaft verspürt, und dafür sind wir Ihnen sehr dankbar. Was uns in besonderer Erinnerung bleiben wird, ist Ihre Art, uns zu begegnen: offen – wertschätzend – interessiert – nie von oben herab. Die Mitarbeitenden in den verschiedenen Arbeitsbereichen im Haus, ob es die Reinigungsdamen in der HWS, die Mitarbeitenden in der Verwaltung oder unsere Hausmeister sind: Bei Ihnen fühlte sich jede und jeder gesehen!“
In seinem abschließenden Dankeswort, das vor allem den Mitarbeitenden in der Priesterausbildung galt, zeichnete Regens Dr. Menke-Peitzmeyer die Herausforderungen der zurückliegenden Jahre nach und erwähnte dabei auch die Spannung zwischen den hohen Erwartungen an künftige Priester und den begrenzten menschlichen Realitäten mit allen Brüchen und Fragilitäten – eine der größten Herausforderungen der Priesterausbildung. Anschließend stellte er seine zu Ende gehende Amtszeit unter die launige Überschrift „Vom Leoland zum Leocampus“ und wünschte dem Zukunftsprojekt des Leocampus und allen Akteuren des künftigen Ausbildungskonzepts ein gutes Gelingen. Zum Schluss wandte er sich an die anwesenden Seminaristen: „Ich wünsche denen, die mir stets am Herzen lagen, den Seminaristen von heute und morgen, dass sie sich trauen, beides zu leben: Treue und Freiheit. Bindung und Weite. Tradition und Aufbruch.“
Nach den mit viel Applaus bedachten Beiträgen klang der festliche Abend mit einem Büffet vom Grill, leckeren Salaten und kühlen Getränken sowie mit vielen angenehmen Begegnungen und Gesprächen der zahlreichen Gäste in der Cafeteria des Leokonvikts und im Innenhof des Priesterseminars aus.
Fotos: Priesterseminar Paderborn








